Gruppentherapie

In einer Gruppe können Probleme im Bereich der sozialen Interaktion aufgearbeitet werden. Dazu zählen ängstliches Rückzugsverhalten, die Vermeidung von Konfrontationen mit Anderen und eine mangelhafte Fähigkeit Wünsche und Ansprüche Anderen gegenüber auszudrücken und geltend zu machen.

Andererseits kann expansives Problemverhalten, wie schlechtes Unterordnen und Anpassen in sozialen Situationen und die Tendenz zum aggressivem Ausagieren in der Gruppe reflektiert werden.

Die Gruppe ist weniger an der Therapie einzelner Störungsbilder orientiert, sondern an einer generellen Förderung und Stärkung der sozialen Kompetenz.

 

Störungsbilder können u.a. sein:

  • Ängste
  • Zwänge
  • soziale Phobien
  • depressive Erkrankungen
  • psychosomatische Erkrankungen

 

Ziele der Gruppentherapie:

  • Förderung der Wahrnehmung und Differenzierung von Emotionen, Emotionsausdruck und Regulation
  • Erkennen eigener Stärken und Fähigkeiten, Wahrnehmung der eigenen Rolle in der Gruppe
  • Aufbau und Förderung sozialer Kompetenz (sozial sicheres Auftreten, Benennung und Durchsetzung eigener Wünsche und Anliegen, Erkennen der Bedürfnisse Anderer….)
  • Förderung und Einübung von kooperativen Verhaltensweisen
  • Förderung des Vertrauens in Andere und in die Gruppe

 

Voraussetzung für die Teilnahme:

  •  Ausreichende Eigen- und Änderungsmotivation zur Teilnahme an einer Gruppentherapie, d.h.
  • Teilnahme an den Gruppengesprächen,
  • Mitwirkung in Rollenspielen,
  • gemeinsame Verhaltensanalysen,
  • Umsetzung und Bilanzierung selbstgesetzter Selbstmanagementziele und therapeutischer Hausaufgaben zwischen den Sitzungen.
  • Auseinandersetzung mit eigenen und fremden Problemen innerhalb der Gruppe.

 

Ab dem 01.04.2017 ist es möglich bereits bei der Planung der Therapie  Einzel- und Gruppentherapie zu kombinieren. Bei der Kombinationsbehandlung gibt der Psychotherapeut an, welches die überwiegende Anwendungsform ist, und ob die Behandlung gegebenenfalls durch 2 Psychotherapeuten erfolgen wird.